Der Felsen Lainekallio (übersetzt Wellenfelsen) – ein vorzeitlicher Strand in Wellenform

Der Lainekallio-Felsen (übersetzt: Wellenfelsen) gehört zu einem gröβeren, zum Teil von eiszeitlichem Moränenmaterial bedeckten Felshügel südwestlich von Lappajärvi. An dessen Südspitze liegt ein beispielhaft ausgeformter Strandabschnitt, ein sogenanntes Teufelsfeld. An der Oberfläche der etwa 50 Meter langen und gut 20 Meter breiten Formation sind gut Strandwälle zu erkennen, nach denen der Felsen offenbar seinen Namen erhalten hat. Die ungefähr einen halben Meter hohen Wälle, welche vormalige Uferlinien der Ostsee markieren, verlaufen von Nordwesten nach Südosten. Die Steingröβe in den Wällen liegt zwischen 10 und 30 Zentimetern.

Der Strandabschnitt entstand, als der Festlandsgletscher über der Region abschmolz und der Hügel, auch bedingt durch die nacheiszeitliche Landhebung, allmählich über dem Meeresspiegel erschien. Die Kräfte von Wasser, Wind und Wellenschlag entfernten die feinkörnigen Anteile des Moränenmaterials und schliffen die Steine in ihre rundliche Form.   

Im nächstgelegenen Wald finden sich in der Moräne weitere untereinander angeordnete Strandwälle, und ungefähr 500 Meter vom Teufelsfeld des Lainekallio-Felsen entfernt, auf dem Västerpyynkallio-Felsen, nahe der Schneise für Waldmaschinen, trifft man auch auf ein kleineres Teufelsfeld.

Auf dem Lainekallio- Felsen gibt es auch Fallgruben, die aus dem Mittelalter stammen oder sogar noch älteren Entstehungsdatums sind. Offenbar wurden sie aber von Jägern vornehmlich als Vorratsgruben während ihrer Jagden genutzt. Fallgruben für die Erbeutung von Tieren wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts verboten.

Achtung: Betreten Sie bitte nicht die Teufelsfelder, damit die auf den Steinen wachsenden Flechten nicht beschädigt werden!

Quelle: Geopfad des Kratersees, Station 8

Lainekallio: Google Maps

Lainekallio.jpg
Sari Kujala